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Shell Kraftstoffpreise - Häufig gestellte Fragen

Shell Treibstoffpreise - Häufig gestellte Fragen

Die Kraftstoffpreise werden von einer Reihe verschiedener Faktoren bestimmt. Dazu zählen einerseits die internationalen Rohöl- und Mineralölmärkte, der Kurs des Dollars, der Einfluss von Spekulanten und Hedge Fonds, die Höhe der Steuern und Abgaben, die von Land zu Land stark variieren, die Distributions- und Vermarktungskosten sowie vor allem die jeweilige Wettbewerbssituation.      

1. Wie setzt sich der Kraftstoffpreis zusammen?

Steuern und Abgaben

Seit 1. Jänner 2011 beträgt der Mineralölsteueranteil/Liter

- 48,2 Cent bei Ottokraftstoffen
- 39,7 Cent bei Diesel

Mehrwertsteuer: 20 Prozent des Bruttoverkaufspreises
ELG: 0,5 Cent (Beitrag zur Pflichtreserve)

Beschaffungskosten

Shell verkauft weltweit drei Mal mehr Mineralölprodukt als wir selbst herstellen. Das heißt, auch wir sind auf die globalen Märkte angewiesen. Ausschlaggebend ist der Rohölmarktpreis auf der einen und die Preise auf den Märkten für Mineralölprodukte auf der anderen Seite.

Deckungsbeitrag

Die Vermarktung von Kraftstoffen, Transport und Verteilung sowie der Unterhalt eines modernen Tankstellennetzes kosten viel Geld. Hierfür muss ein Deckungsbeitrag erwirtschaftet werden. Zu den anfallenden Kosten der Vermarktung zählen Vertriebs- und Verwaltungskosten, Spedition zur Tankstelle, Aufwendungen für Investitionen und Umweltauflagen, Grundstücksmieten, Forschungskosten, sowie die Provision der Tankstellenpartner.

2. Wer bestimmt die Kraftstoffpreise an den Shell Stationen?

Das ist von der jeweiligen Vertragssituation abhängig. Es gibt Shell Tankstellen an denen der von der Unternehmenszentrale aus gesteuert wird und solche an denen der Tankstellenpartner vor Ort den Preis selbst bestimmt.

3. Wie oft werden die Preise verändert?

Das hängt von den Entwicklungen an den Märkten ab. Je höher die Volatilität, desto häufiger ändern sich die Preise an den Tankstellen. Und: je intensiver der Wettbewerb, desto wahrscheinlicher sind Preisbewegungen. Österreich gehört zu den wettbewerbsintensivsten Märkten in Europa, was allein schon durch die vergleichsweise große Anzahl an Tankstellen belegt wird.

4. Steigen die Preise jeweils zu bestimmten Wochentagen, zu Feiertagen oder Ferienbeginn?

Nein, ausschlaggebend für die Preise an der Tankstelle sind die Marktverhältnisse und die Beschaffungskosten und nicht der österreichische Ferienkalender.
Es gibt jedoch jahreszeitlich bedingte Nachfrageveränderungen bei bestimmten Produkten, die verstärkte Preisausschläge verursachen können. So steigt im Herbst die Nachfrage nach Heizöl und damit nicht nur der Preis für Heizöl sondern auch für Diesel, da es sich bei beiden Produkten um so genannte Mitteldestillate handelt.

5. Warum gibt es regional unterschiedliche Preise?

In Österreich gibt es zur Zeit rund 2.800 Tankstellen, das ist im Vergleich zur Bevölkerung eines der größten Netze Europas. Die Tankstellen stehen also untereinander in hartem Wettbewerb.
So sind auch regional unterschiedliche Preise ein Ausdruck eines massiven Wettbewerbes in einem reifen Markt.

Abgesehen von Steuern und Produktpreisen, die bundesweit gleich sind gibt es auch lokale Faktoren. Dazu gehören etwa die Investitionskosten, Grundkosten, Lohnkosten und Lieferkosten aber auch der lokale Preiswettbewerb. In grenznahen Gebieten können außerdem durch unterschiedliche Steuersätze in den Nachbarländern andere Preissituationen auftreten. Der beschriebene Sachverhalt ist Zeichen ausgeprägten Wettbewerbs und typisch für marktwirtschaftliches Verhalten.


Dieser funktionierende Marktmechanismus bewirkt, dass die Treibstoffpreise in Österreich bereinigt um Steuern und Abgaben im unteren Bereich der Vergleichsskala in Europa angesiedelt sind.

6. Gibt es Preisabsprachen unter den Wettbewerbern?

Nein. Preisabsprachen sind kartellrechtlich verboten.

7. Welche Faktoren bestimmen die Preise auf den Märkten für Mineralölprodukte und Rohöl?

Maßgeblich für die Entwicklung der Kraftstoffpreise in Europa sind die Notierungen am Spotmarkt in Rotterdam. Hier werden fertige Produkte wie Benzin, Diesel oder Heizöl zur sofortigen Lieferung gehandelt. Ihre Notierungen spiegeln zwar die Entwicklung der Rohölmärkte sowie der Raffinerieverarbeitung wieder, doch letztendlich bestimmen immer Angebot und Nachfrage den Endpreis.

8. Welchen Einfluss hat der Dollar?

Der weitaus überwiegende Teil des Marktes für Rohöl und Mineralölprodukte wird in US-Dollar abgewickelt. Daher hat jede Änderung des Dollarkurses Einfluss auf den Endverbraucherpreis. Wenn der Dollar gegenüber dem Euro stärker notiert, verteuert sich dadurch die Energieversorgung in der Eurozone. Ein starker Euro hingegen verbilligt den Ölimport und die Energieversorgung.  

9. Welchen Einfluss haben Spekulanten?

Rohöl und Mineralölprodukte werden auf weltweit organisierten Spot- und Warenterminbörsen gehandelt. In den letzten Jahren gab es verstärktes Interesse von Investoren und Hedgefonds an den internationalen Rohstoffbörsen. Dies hat zu erhöhten Schwankungen der Ölpreise (Volatilität) beigetragen.

10. Wie wirken sich unerwartete extreme Wetterbedingungen aus?

Extreme Wetterlagen wie die jährlich wiederkehrenden Hurrikane in den USA können vorübergehenden Einfluss auf die Marktentwicklung an den Rohöl- und Produktenmärkten ausüben. Dies haben insbesondere die aufeinander folgenden Hurrikane Katrina und Rita im Spätsommer 2005 gezeigt.

11. Welche Rolle spielen geopolitische Einflüsse?

Die anhaltende politische Instabilität in einigen wichtigen Produzentenländern, insbesondere im Nahen und Mittleren Osten, verursacht immer wieder Unsicherheit bezüglich der Verfügbarkeit von Rohöl. Hierdurch werden immer wieder erhebliche Schwankungen des Rohölpreises hervorgerufen.         

12. Was können Autofahrer tun, um Benzinkosten zu sparen?

Die Art und Weise, wie Sie Ihr Auto fahren und pflegen, kann ihnen dabei helfen, ihren Kraftstoffverbrauch zu reduzieren und Geld zu sparen. Hier sind ein paar Hinweise:

  • Fahren Sie gleichmäßig, vermeiden Sie heftiges Beschleunigen und abruptes Bremsen.
  • Schalten Sie so schnell wie möglich in einen höheren Gang, wenn Sie beschleunigen.
  • Wenn Sie Automatik fahren, schalten Sie schneller hoch, wenn Sie den Fuß vom Gaspedal nehmen, sobald das Fahrzeug in Fahrt gekommen ist.
  • Halten Sie Ihren Motor gut in Schuss, prüfen Sie das Öl und beheben Sie Mängel sofort.
  • Stellen Sie sicher, dass Ihre Reifen den richtigen Luftdruck haben.
  • Halten Sie Ihren Kofferraum oder die Rücksitze frei von schweren Dingen, die sie nicht benötigen.
  • Wenn Sie Ihren Dach-Gepäckträger nicht benötigen, nehmen Sie ihn ab.
  • Halten Sie Ihre Fenster geschlossen, besonders wenn Sie schnell fahren.
  • Verwenden Sie stets die empfohlene Ölqualität für Ihren Motor.
  • Verwenden Sie, falls vorhanden, einen Tempomat auf freien Strecken und bei fließendem Verkehr.
  • Schalten Sie den Motor bei Staus und an Ampeln aus.