Die Shell Card wird an eine Ladesäulen gehalten.
Shell Card

Elektromobilität: Sechs wichtige Aspekte für Flottenmanager

Was kann ich tun, damit mein Geschäft nachhaltiger wird? Diese Frage treibt gerade die Fuhrparkbranche um. Der moralische und gesetzgeberische Druck, klimaschädliche Emissionen zu reduzieren, ist groß. Gleichzeitig sitzt vielen Flottenmanagern die Angst um die Wettbewerbsfähigkeit im Nacken. Doch diese ist unbegründet, denn: Wer jetzt handelt, zeigt, dass er mit den Herausforderungen der Zukunft umgehen kann. Wer das Thema hingegen auf die lange Bank schiebt, könnte schon in wenigen Jahren nicht mehr mithalten können.

Von Shell am Jän. 15, 2022

Der Weg in diese Zukunft führt über Elektromobilität. Diese ist längst keine Spartentechnologie mehr, sondern hat sich vor allem in den vergangenen fünf Jahren durch immense Fortschritte bei Fahrzeugtechnik und Infrastruktur zur praxistauglichen Alternative gewandelt. Das kommt auch in den Köpfen der Flottenmanager an: Laut einer Shell Umfrage erwarten fast 58 % Veränderungen beim Antriebstyp ihrer Flotte in den nächsten fünf Jahren, um mehr Nachhaltigkeit im täglichen Betrieb zu gewährleisten. Ein Zuwachs des E-Fahrzeug-Anteils ist dabei sehr wahrscheinlich.

Illustration zur Darstellung des prozentualen EV-Zuwachses innerhalb der Flotte.
Shell Umfrage bei Flottenmanagern in Europa, Oktober 2017. Illustration zur Darstellung des prozentualen EV-Zuwachses innerhalb der Flotte. Dies ist keine Prognose von Shell für den Aufwärtstrend bei der Elektrifizierung. Die Flottengröße könnte eher abnehmen und andere alternative Energieformen könnten Anteile gewinnen.

Vielleicht gehören auch Sie dazu, aber tun sich derzeit noch schwer, zu überblicken, was Sie bei einem Umstieg auf E-Autos wissen und bedenken müssen. Wir bei Shell möchten helfen – und Ihnen einen Überblick bieten, welche Fragen Sie sich vor dem Umstieg stellen müssen, worauf Sie beim Betrieb einer elektrischen oder teilelektrischen Flotte in der Praxis achten müssen und wie Sie den Umstieg am besten angehen. Los geht‘s!

 

1. Das Fahrzeug: Welches E-Auto passt zu meiner Flotte?

Gerade bei den Fahrzeugen hat sich extrem viel getan. Recherchiert man dazu, stößt man schnell auf über 100 vollelektrische Pkw-Modelle verschiedenster Hersteller und unterschiedlichster Größe, Leistung, Reichweite und Ladekapazität. Dazu kommen zahlreiche Hybridmodelle. Da stellt sich schnell die Frage, wie man denn in diesem Angebot das richtige Modell für seine Flotte finden soll. Dabei hilft es, sich vorab die folgenden drei Fragen zu stellen.

  • Welche Strecken legen Ihre Fahrzeuge in der Regel zurück?
  • Sind es immer dieselben Strecken oder ändern sich diese ständig?
  • Müssen Ihre Fahrer etwas transportieren – und wenn ja was?
Mehrere E-Autos sind an Ladesäulen angeschlossen.

Führen Sie zum Beispiel einen ambulanten Pflegedienst, der in einem eng gefassten Bereich (z. B. Stadtgebiet) auf kurzen Strecken unterwegs ist? Dann ist vielleicht ein Kleinwagen die richtige Wahl. Oder brauchen Sie das Auto für den Außendienst, wo Mitarbeiter auch weitere Strecken zu Kunden fahren und bei denen es auch einen repräsentativen Zweck erfüllen muss? Dann könnten Sie über eine elegante Limousine nachdenken. Auf der Website des ÖAMTC finden Sie eine detaillierte Übersicht aller in Österreich erhältlichen Modelle.

Lassen Sie sich dabei auch nicht gleich von den auf den ersten Blick hohen Anschaffungskosten der E-Autos abschrecken. In Österreich gelten Händlervorteile („E-Mobilitätsbonusanteil“) und es stehen staatliche Fördermittel bereit – insgesamt rund 4.000 Euro pro Fahrzeug bei reinen E-Modellen. Dazu sind diese sowohl von der Normverbrauchsabgabe (NoVA) als auch von der motorbezogenen Verbrauchssteuer ausgenommen. Zudem liegen die Betriebs- und Wartungskosten bereits jetzt merklich unter denen eines Verbrenners. Eine Studie des US-Marktforschungsunternehmens Frost & Sullivan prognostiziert einer E-Fahrzeugflotte bis 2030 sogar bis zu 25 % weniger Gesamtbetriebskosten gegenüber einer vergleichbaren Flotte mit Verbrennern.

Holen Sie sich wertvolle Unterstützung für Ihren Umstieg mit unserem Whitepaper "Ihr E-Fuhrpark: Der Shell Best Practice Leitfaden für Flottenmanager!"

Jetzt kostenlos downloaden

2. Das Laden: Welche Möglichkeit ist die Richtige für meine Flotte?

Ist die Entscheidung für ein E-Auto-Modell getroffen, stellt sich direkt die nächste Frage: Wie organisiere ich das Laden? Auch hier ist es sinnvoll, sich die oben genannten Fragen zu stellen – mit einer Ergänzung:

Wann und wo stehen Ihre Fahrzeuge die meiste Zeit?

Einfacher Hintergrund: Dort wo das Fahrzeug länger steht, ist es sinnvoll, die Zeit gleich fürs Aufladen zu nutzen. Das kann bei einem Lieferfahrzeug, das zwischen den Touren immer wieder zum Firmenstandort zurückkehrt, der Firmenparkplatz sein. Das Fahrzeug eines Montageteams, das ganztägig unterwegs ist, benötigt dagegen eher Lademöglichkeiten unterwegs, z. B. am Einsatzort. Und der Wagen, den der Außendienstler am Ende des Tages bei sich zuhause abstellt, wird am besten dort geladen. Wir stellen Ihnen die verschiedenen Möglichkeiten vor und zeigen, was Sie jeweils beachten müssen.

 

3. Laden unterwegs im öffentlichen Netz

Noch haben die meisten E-Fahrzeuge weniger Reichweite als Verbrenner. Das ist für die meisten Strecken im täglichen Flottengeschäft kein Problem – dennoch kommt es natürlich vor, dass Fahrzeuge unterwegs geladen werden müssen. Aber was, wenn keine Ladesäule in der Nähe ist? Hierzu sagen wir: Keine Sorge. E-Mobility Services leben von Kooperation. Logisch, denn wer keine gute Ladenetzabdeckung hat, dessen Modell ist nicht attraktiv und wird am Markt nicht überleben. Daher bieten Mobilitätsdienstleister wie Shell flächendeckende Roaming-Angebote, bei denen Kunden die Ladepunkte vieler verschiedener Partner nutzen können. So ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass auch unterwegs immer Lademöglichkeiten in der Nähe sind, die Fahrer z. B. während eines Kundentermins nutzen können. Sie sehen also: „Reichweitenangst“ ist unbegründet. 

Jemand lädt sein E-Auto.

Zudem bieten auch viele Tankstellen mittlerweile die Möglichkeit, E-Autos zu laden – und das richtig schnell. Moderne Highspeed-Ladesäulen wie Shell Recharge laden den Akku in 30 Minuten auf 80 % auf oder in 10 Minuten für 100 Kilometer Reichweite (abhängig von der Maximalreichweite des Fahrzeugs). 

 

4. Laden zuhause mit Home Charging Lösungen

Ein Vater und seine Tochter laden zuhause ihr E-Auto.

Nimmt ihr Mitarbeiter den Dienstwagen nach der Arbeit mit nach Hause, besteht im Rahmen einer integrierten E-Mobility Ladelösung auch die Möglichkeit, dort eine Ladesäule aufzustellen. Dies ist selbstverständlich abhängig von der Wohn- und vor allem Parkplatzsituation dort – allerdings sind die Möglichkeiten mittlerweile sehr vielfältig. 

Kurz gesagt: Es muss nicht unbedingt das Einfamilienhaus mit eigenem Parkplatz vor der Tür sein. Die Stromkosten, die hier für die Ladung des Dienstwagens anfallen, können Sie den Mitarbeitern mit einer entsprechenden Abrechnungslösung einfach und automatisiert zurückerstatten. 

Und keine Angst: Sie behalten die volle Kontrolle über den Strombezug und können Unregelmäßigkeiten, wie z. B. das Laden fremder Fahrzeuge sofort im System erkennen. 

 

5. Laden am Firmenstandort mit Business Charging Lösungen 

Selbstverständlich gibt es auch die Möglichkeit, das Laden an ihren Firmenstandort zu verlagern – mit unternehmenseigener Ladeinfrastruktur, z. B. für den Parkplatz. Wie sinnvoll das ist, hängt im Wesentlichen von zwei Faktoren ab.

  • Der Ladedauer der Fahrzeuge
  • Der Länge der Standzeiten auf dem Firmenparkplatz (z. B. zwischen Fahrten oder über Nacht)
An einem Firmenstandort stehen Ladesäulen bereit.

Lassen sich diese beiden Aspekte zu einer sinnvollen Planung der Ladezeiten vereinen, steht der Transformation Ihres Parkplatzes zum E-Mobility Hub nichts mehr im Wege. Und falls Sie sich jetzt denken: Das gibt mein Stromanschluss nicht her – dann können wir sagen: Stimmt nicht. Dynamic Power Sharing heißt das Zauberwort: Diese Technologie stellt sicher, dass die am Gebäudeanschluss verfügbare Leistung bestmöglich über alle angeschlossenen Ladesäulen verteilt wird. Die Vorteile: Effizientes Laden, gleichmäßige Leistungsverteilung und gesicherte Skalierbarkeit der Infrastruktur – ganz ohne Aufrüstung des Netzanschlusses.

Außerdem: Durch Dynamic Power Sharing vermeiden Sie extreme Stromverbrauchsspitzen im Firmengebäude, die sonst zu einem höheren monatlichen Abschlag bei den Stromkosten führen würden.

Noch günstiger wird es, wenn Sie selbstproduzierten Strom laden. Haben Sie vielleicht eine Photovoltaikanlage auf Ihrem Firmengebäude? Dann nutzen Sie den Strom daraus für Ihre E-Fahrzeuge. Mit einer intelligenten Kombination aus Photovoltaik und Pufferspeicher sind Sie dazu noch nicht einmal abhängig von der Sonne und profitieren von gleich zwei Vorteilen: Erstens von einem Kostenvorteil, da Sie durch den selbstproduzierten Strom weniger Energie aus dem Netz beziehen – und zweitens, von einem Imagevorteil, da Ihre Fahrzeuge mit grünem Strom und damit maximal nachhaltig unterwegs sind.

Finden Sie jetzt die passende Shell E-Mobility Lösung für Ihre Firmenflotte und starten Sie in eine sauberere Zukunft. Wir beraten Sie gerne!

Mehr erfahren

6. Last but not least: Die Abrechnung bei Elektromobilität

Als Flottenmanager wissen Sie: Das wichtigste bei der Abrechnung der Kosten Ihrer Fahrzeuge ist ein möglichst automatisierter und effizienter Ablauf – ohne Papierchaos und einzelne Belege. Deshalb setzen Sie bisher sicher bereits auf eine Tankkartenlösung. Ganz genauso funktioniert die Abrechnung bei E-Mobilität. Die Ladedaten und Kosten werden über eine Ladekarte erfasst und in einer einzigen übersichtlichen Monatsrechnung aufgeführt. 

Noch besser: Falls Sie erstmal nur einige E-Autos in Ihre Flotte integrieren – oder lieber Hybridfahrzeuge als vollelektrische Modelle nutzen wollen: Mit einem Anbieter wie Shell nutzen sie Hybridkarten, die Sie einfach für beides – tanken und laden – verwenden können. Das bedeutet: Auch mit E-Autos fallen keine zusätzlichen Verwaltungsaufgaben an und Sie behalten jederzeit den vollen Überblick über Ihre Flottenkosten.

3 Personen fahren mit Spielzeugrollern und Spielzeugautos durch ein Zimmer.

Fazit: Don’t worry, be electric!

Sie sehen also: Wenn Sie ein paar Dinge bedenken, ist der Umstieg auf Elektromobilität gar kein so großer Aufwand – vor allem, wenn Sie auf professionelle Unterstützung durch den richtigen Partner setzen. 

Dahingegen überwiegen die Vorteile klar: Der Umstieg macht Ihre Flotte fit für die Zukunft, hilft Ihnen auf lange Sicht nicht nur Emissionen, sondern auch Kosten zu sparen und zeigt Ihr Bewusstsein für Fortschritt und Nachhaltigkeit. Damit können Sie Ihre Mitarbeiter, Partner und Kunden beeindrucken und sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Also worauf warten Sie? Gehen Sie’s an – Shell unterstützt Sie gerne!