Erfahren Sie hier noch mehr über Elektromobilität

Elektromobilität: Sechs wichtige Aspekte für Flottenmanager


Sie möchten Ihre Flotte auf E-Fahrzeuge umstellen, tun sich jedoch schwer, zu überblicken, was Sie dabei bedenken müssen? Hier finden Sie wichtige Fragen, die Sie sich vorab stellen sollten und Tipps, wie Sie den Umstieg am besten angehen.

Dekarbonisierung: Warum Sie Ihre Firmenflotte jetzt auf E-Fahrzeuge umstellen sollten


Elektromobilität bietet großes Potenzial für die erfolgreiche Dekarbonisierung Ihres Unternehmens. Hier erfahren Sie, wie Sie die passende Strategie finden und warum genau jetzt der ideale Zeitpunkt ist, um die Umstellung zu starten.

Flottenmanagement bei Hybrid- und E-Flotten: Darauf müssen Sie achten


Elektromobilität ist im Kommen und auch für die Firmenflotte werden E-Fahrzeuge durch die wachsende Modellauswahl und staatliche Förderungen immer attraktiver. Hier erfahren Sie, auf was es bei der Verwaltung von E-Dienstwagen ankommt.

AC (Alternating Current) / Wechselstrom

Wechselstrom ist der normale Haushaltsstrom aus der Steckdose. Sein Name kommt daher, dass er in regelmäßigen Abständen die Stromflussrichtung ändert, also „wechselt“. Wird ein E-Fahrzeug mit Wechselstrom aufgeladen, wandelt das Bordladegerät den Strom in Batteriestrom (DC) um, wodurch sich die Ladegeschwindigkeit verringert. AC-Laden ist die häufigste und die günstigere Lademethode, das Laden dauert jedoch länger. Sie ist ideal für Parkplätze, auf denen das Auto länger stehen kann.

Ampere

Ampere (A) ist die physikalische Einheit zur Angabe der Stromstärke. Die Ampere-Zahl gibt also an, wieviel Strom durch eine Leitung fließt. Im Bereich Elektromobilität spielt die Ampere-Zahl z. B. beim Laden eine Rolle.

Batterie

Die Batterie bzw. der Akku ist der Energiespeicher eines E-Fahrzeugs. Sie speichert die Energie des Stroms an der Ladesäule in ihren Zellen und gibt sie während der Fahrt sukzessive ab, um das Fahrzeug anzutreiben. In nahezu allen modernen E-Fahrzeugen sind Batterien auf Basis von Lithium-Verbindungen verbaut (Lithium-Ionen-Akku), die eine sehr hohe Energiedichte haben.

Batteriemanagementsystem

Das Batteriemanagementsystem (kurz BMS) ist ein technisches System, das in jedem E-Fahrzeug verbaut ist und die Batterie überwacht.

BEV

BEV steht für Battery-Electric Vehicle – ein Fahrzeug mit ausschließlich batterie-elektrischem Antrieb.

Business Charging

Business Charging beschreibt das Laden von E-Dienstfahrzeugen an eigens dafür eingerichteter Ladeinfrastruktur am Firmenstandort.

CCS (Combined Charging System)

CCS ist ein Steckertyp, der die Anschlüsse des Typ 2-Steckers mit zwei zusätzlichen Kontakten kombiniert. Dieser Ladestandard ermöglicht Schnellladungen mit Ladeleistungen von theoretisch bis zu 350 kW.

CHAdeMO

CHAdeMO ist ein japanischer Steckertyp, der vor allem in älteren asiatischen E-Auto-Modellen verbaut ist. Er ermöglicht DC-Ladeleistungen von bis zu 50 kW wird jedoch an Ladepunkten im europäischen Raum immer weniger unterstützt.

CP

CP steht für Charging Point – die Ladesäule.

CB

CB steht für Ladebucht (Charging Bay) – der Bereich, in dem die Fahrzeuge während des Ladens parken können.

DC (Direct Current) / Gleichstrom

Gleichstrom (DC) ist das Gegenstück zum Wechselstrom (AC) und der Stromtyp, mit dem die Batterie eines E-Fahrzeugs arbeitet. DC-Ladesäulen wandeln den Wechselstrom bereits, bevor er ins Fahrzeug geleitet wird, in Gleichstrom um. Damit „umgeht“ er das Bordladegerät des Elektrofahrzeugs (Spannungswandler) und lädt die Batterie über das Batteriemanagementsystem direkt und schneller auf.

Entladetiefe / Depth of Discharge (DoD)

Die Entladetiefe bezeichnet die verbrauchte Energiemenge im Verhältnis zur Gesamtkapazität der Batterie. Je größer dieser Wert, desto mehr wurde die Batterie entladen (z. B. bei einer langen Strecke). Große Entladetiefen verkürzen jedoch die Lebensdauer der Batterie – daher sollten E-Fahrzeuge niemals komplett leergefahren werden.

EV

EV steht für Electric Vehicle – ein Sammelbegriff für verschiedene Fahrzeugtypen mit einem Elektroantrieb, der über einen externen Anschluss geladen werden kann. Dazu gehören neben reinen Batteriefahrzeugen auch sogenannte Plug-In-Hybride (PHEV).

FCEV

FCEV steht für Fuel Cell Electric Vehicle – ein Fahrzeug, das eine Wasserstoff-Brennstoffzelle zur Versorgung von Elektromotor und Batterie verwendet.

HEV

HEV steht für Hybrid Electric Vehicle – ein Fahrzeug mit einem Antrieb aus Verbrennungs- und Elektromotor, der sich jedoch nicht über einen externen Anschluss aufladen lässt. Je nach Leistungsfähigkeit des E-Motors unterscheidet man hier zwischen Mild- und Vollhybriden.

Homecharging

Homecharging beschreibt das Laden von E-Dienstfahrzeugen an eigens dafür eingerichteter Ladeinfrastruktur am Wohnort des Mitarbeiters.

HPC (High Power Charging)

High Power Charging bezeichnet besonders hohe Ladeleistungen (über 150 kW) beim CCS-Ladestandard.

Kilowattstunde (kWh)

Die Kilowattstunde (kWh) ist eine Maßeinheit für Energie, in der auch die Batteriekapazität von E-Fahrzeugen angegeben wird. Eine Kilowattstunde beschreibt die Energiemenge, die bei einer Leistung von einem Kilowatt (1.000 Watt) binnen einer Stunde verbraucht wird.

Ladeinfrastruktur, öffentlich

Öffentliche Ladeinfrastruktur beinhaltet verschiedene Ladesäulen-Arten, die von jedem E-Fahrer genutzt werden können. Sie können sich an öffentlichen Orten (z. B. Supermarkt, Rathaus, Restaurant, Flughafen etc.) befinden, an öffentlichen Tankstellen oder Mobility Hubs oder an der Straße.

Ladeinfrastruktur, halböffentlich

Halböffentliche Ladeinfrastruktur kann nur von ausgewählten Gruppen genutzt werden, unter denen sich aber mehrere Parteien befinden (z. B. Büro: Kunden/Besucher/Mitarbeiter, Wohnanlage: alle dort lebenden Mieter).

Ladeinfrastruktur, privat

Private Ladeinfrastruktur kann ausschließlich von einem eng begrenzten Personenkreis genutzt werden (Arbeitsplatz/Flottenbetriebshof: Ladestation nur für ein Unternehmen oder ein Fahrzeug, zu Hause: Ladestation nur für eine Familie oder ein Fahrzeug).

Ladeleistung

Die Ladeleistung bedingt, wie schnell ein E-Fahrzeug lädt. Dabei spielt sowohl eine Rolle, welche Leistung eine Ladesäule bereitstellen, als auch welche das Fahrzeug abrufen kann (u.a. abhängig vom Steckertyp). Ladeleistung wird in Kilowatt (1.000 Watt) angegeben. Um zu berechnen, wie lange ein E-Fahrzeug an einem bestimmten Ladepunkt zum Aufladen braucht, kann man die Batteriekapazität durch die Ladeleistung teilen.

Ladungsausgleich (Battery Balancing)

Ladungsausgleich ist eine Technologie in der Batterie des E-Fahrzeuges, die für einen effizienten Betrieb sorgt. Sie hält alle Batteriezellen auf dem gleichen Spannungslevel. So werden Überspannungen vermieden und die Funktionalität der Batterie lange erhalten.

Lastenausgleich/Lastenmanagement

Lastenausgleichsfunktionen verteilen die verfügbare Leistung des Stromanschlusses gleichmäßig auf alle angeschlossenen Geräte bzw. Fahrzeuge. So können Lastspitzen vermieden werden, die den Stromabschlag in die Höhe treiben. Statisches Lastmanagement bezieht sich dabei (über einen festgelegten Maximalwert) nur auf die Ladeinfrastruktur, dynamisches Lastenmanagement bezieht auch die Gebäudelast mit ein.

Mode 2-Ladekabel

Das Mode 2-Ladekabel ist meist beim Fahrzeugkauf inbegriffen und ermöglicht den Anschluss des E-Fahrzeugs an eine normale Haushaltssteckdose.

Mode 3-Ladekabel

Das Mode 3-Ladekabel dient zum Laden des Fahrzeugs an Ladesäulen bzw. Wallboxen. Je nach Fahrzeug verbindet es die Steckertypen 2 und 2 oder 2 und 1

PHEV

PHEV steht für Plug-In Hybrid Electric Vehicle – ein Hybrid-Fahrzeug mit Verbrennungsmotor und zusätzlichem Elektromotor, der über einen externen Anschluss aufgeladen werden kann.

Plug&Charge

Plug&Charge beschreibt eine besondere Ladetechnologie, bei der sich der E-Fahrer nicht über eine Ladekarte oder App an der Ladesäule identifizieren muss. Die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Säule passiert hier durch das Anstecken. Dies funktioniert derzeit jedoch nur bei ausgewählten Fahrzeugen.

Powermeter

Das Powermeter ist ein Anzeigeinstrument im E-Fahrzeug, ähnlich dem Drehzahlmesser bei Verbrennern. Es zeigt die aktuell abgerufene Leistung der Fahrantriebe an. Wird das Fahrzeug abgebremst, zeigt es die Leistung der Bremsenergie-Rückgewinnung (Rekuperation) an.

REEV

REEV steht für Range Extended Electric Vehicle. Bei diesem E-Fahrzeugtyp ist ein sogenannter Range Extender verbaut – ein kleiner Verbrennungsmotor, der anspringt, wenn der Batteriestrom zur Neige geht. Er liefert über einen Generator Energie für die Batterie, treibt das Fahrzeug im Gegensatz zu Hybridantrieb jedoch nicht direkt an. Eine weitere gängige Abkürzung für diesen Fahrzeugtyp ist REX.

Rekuperation (Energierückgewinnung)

Wird ein E-Fahrzeug abgebremst, erfolgt eine sogenannte Rekuperation, also eine Rückgewinnung der Bremsenergie. Das bedeutet: Die Bewegungsenergie wird in elektrische Energie umgewandelt, mit der der Akku geladen wird. Zum Vergleich: Beim Verbrenner entsteht durch die Bremsenergie nur Wärme. Diese geht jedoch ungenutzt verloren, weshalb die Bremsen hier deutlich schneller verschleißen als beim E-Fahrzeug.

RFID

RFID steht für Radiofrequenz-Identifikation – eine drahtlose Identifikationstechnologie. Ladekarten wie die Shell E-Mobility Card verfügen über einen RFID-Chip, Ladesäulen über einen RFID-Scanner. Durch Vorhalten des Chips am Scanner identifiziert die Ladesäule den Ladeaccount des Fahrers, kann die Ladung als Transaktion erfassen und die zugehörigen Daten übermitteln.

Roaming / E-Roaming

Beim sogenannten Roaming oder E-Roaming können Sie über den Vertrag mit einem E-Mobility Partner die öffentlichen Ladepunkte verschiedener Anbieter nutzen. Alle Ladungen werden gesammelt in einer Rechnung erfasst und abgerechnet. Mit Shell können Sie so z. B. an über 10.000 öffentliche Ladepunkte in Österreich aufladen.

SchuKo-Stecker

Der SchuKo-Stecker (kurz für „Schutzkontakt“) ist der Stecker, der in eine gewöhnliche Haushaltssteckdose passt. Er befindet sich am Ende des Mode 2-Ladekabels, über das sich das E-Fahrzeug mit der Steckdose verbinden lässt. Diese Art des Ladens sollte aber nur als Notlösung gesehen werden, denn: Über das Haushaltsnetz kann nur eine Leistung von max. 3,7 kW erreicht werden, die zudem nicht dauerhaft gehalten werden kann.

Shell Recharge an der Station

An der Shell Station finden Sie besonders leistungsfähige Ladelösungen an – auch in Österreich. Die Hochleistungssäulen mit mindestens 150 kW laden Fahrzeuge in nur 6-8 Minuten auf ca. 100 km Reichweite auf. Eine vollständige Ladung dauert ca. 30 Minuten. Shell Stationen mit diesem Service finden Sie über die Shell Recharge App.

SoC (State of Charge)

Der SoC ist die „Tankanzeige“ des E-Fahrzeugs. Er befindet sich im Cockpit und zeigt den Akkustand des Fahrzeugs als Prozentwert an.

Tesla Supercharger

Der Tesla Supercharger ist ein Tesla-exklusiver Steckertyp mit hoher Ladeleistung (250 kW). Er ähnelt dem Typ 2-Stecker, hat jedoch eine andere Pin-Belegung.

Typ 1-Stecker

Der Typ 1-Stecker ist ein einphasiger Stecker mit max. 7,4 kW Ladeleistung. Er eignet sich nicht fürs Gleichstrom-Laden und ist mit europäischen Ladesäulen kaum kompatibel.

Typ 2-Stecker (Mennekes)

Der Typ 2-Stecker oder Mennekes-Stecker ist der dreiphasige europäische Standardstecker, mit dem an jeder öffentlichen Säule geladen werden kann. Er ermöglicht, abhängig vom Fahrzeugtyp Ladeleistungen von bis zu 43 kW.

Volt

Volt (V) ist die physikalische Einheit, in der elektrische Spannung gemessen wird. Bei E-Mobilität beeinflusst diese Größe, zusammen mit der Stromstärke (A), die Ladeleistung bzw. -dauer des Fahrzeugs.

Wallbox

Wallbox ist die gängige Bezeichnung für eine Ladestation, die zuhause angebracht wird. Diese Stationen werden oft nicht freistehend als Säule installiert, sondern an der Wand (z. B. der Garage) befestigt – daher der Name. Wallboxen laden meist mit Wechselstrom und sind daher ideal für längere Standzeiten z. B. über Nacht.

Watt

Watt (W) ist die physikalische Einheit, in der Leistung angegeben wird. Bezogen auf E-Mobilität wird sie bzw. ihr dezimales Vielfaches Kilowatt (1.000 Watt) verwendet, um die Ladeleistung von Fahrzeugen und Ladesäulen anzugeben.

ZEV

ZEV steht für Zero Emission Vehicle. Dieser Begriff bezeichnet Fahrzeuge, deren Antriebsstrang keinerlei schadstoffbelastete Abgase freisetzt. Dazu gehören reine Batteriefahrzeuge (BEV) oder Brennstoffzellen-Fahrzeuge (FCEV), nicht jedoch Hybridfahrzeuge.